25 Jahre Börsenhandel. Dutzende Bücher, zwei ernsthafte Ausbildungen, tausende Stunden YouTube und Internet, tausende eigene Trades. Angefangen habe ich 2006 mit Value Investing nach Warren Buffett – breit, simpel, fundamental. Von dort aus wurde es über die Jahre komplexer: ETFs, Optionen, Futures, Turtle Trader, Price Action, Supply & Demand, Volumen- und Marktprofil, Orderflow, Smart Money Concept. Zwei Ausbildungen kamen dazu, bei Andreas Mücher und bei Nial Fuller. Immer mehr Werkzeuge, immer mehr Ebenen.
Und am Ende dieses Weges steht – wieder ein sehr einfacher, sogar indikatorloser Ansatz: der Low Risk Entry.
Was mir über die Jahre bei vielen dieser Konzepte gefehlt hat, war nicht das Wissen, sondern die Gegenwart: Die meisten Ansätze erklären im Rückblick, wo ein guter Einstieg gewesen wäre. Die eigentliche Herausforderung war für mich immer, genau dort zu handeln, wo der Markt gerade stattfindet – nicht dort, wo er bereits war.
Der zweite Punkt, der sich über die Jahre als entscheidender herausgestellt hat als jede Chartanalyse: Ein professioneller Trader hat einen Chef und ein Regelwerk. Er wird gemessen, er wird gefeuert, wenn er sich falsch verhält. Ein Retail-Trader kann sich die Sache dagegen immer so zurechtbiegen, wie sie ihm gerade passt. Mir persönlich hat genau das gefehlt: Klarheit, Struktur, Regeltreue – nicht mehr Wissen.
Aus dieser Erkenntnis heraus entsteht jetzt Baustelle Strategie, eine neue Rubrik auf diesem Blog. Hier dokumentiere ich, wie aus 25 Jahren Erfahrung, einer Ausbildung im Herbst bei Erdal Cene und dem Low Risk Entry eine Strategie wird, die klar genug ist, um sie ohne Interpretationsspielraum zu testen und zu handeln – inklusive der Umwege, offenen Fragen und Fehlannahmen, die dabei zwangsläufig auftauchen.
Den vollständigen Ausgangstext, den ich Anfang Juli auf LinkedIn veröffentlicht habe, findest du hier: Auf der Suche nach dem Low Risk Entry.